ATROCITY – Okkult

Mit „Okkult“ meldet sich das inoffizielle Mutterschiff der deutschen Metal-Szene Atrocity endlich mit neuem Material zurück – und das wahrlich mit einem Paukenschlag: „Okkult“ nämlich ist nicht bloß irgendein Album, sondern Teil 1 einer groß angelegten konzeptionellen Trilogie rund um das facettenreiche Thema des Okkulten in all seinen Ausprägungen. Ähnlich vielfältig wie die erzählten Geschichten erweist sich bereits beim ersten Durchlauf das aktuelle Klanggewand der Mannen um Mastermind Alexander Krull. Wer nicht zu engstirnig ist, um über den Tellerrand zu blicken, wird neidlos anerkennen müssen, dass es einer Band nur ganz selten gelingt, eine solche Fülle an recht unterschiedlichen Songs zu einem homogenen Ganzen zu vereinen. Atrocity haben sich hörbar ausgetobt, was sich besonders in der wieder erfreulich erhärteten und düsteren Grundstimmung widerspiegelt, doch sich ebenso stimmig in mystisch anmutenden Chören und bombastischen Synthies niederschlägt. Atrocity erzählen ihre teils abgründigen Lyrics mit der Death-Metal-Peitsche ebenso kompetent wie auf dem Gothic-Dancefloor und klingen dabei vor allem nach einem: Atrocity! Wenn der Rezensent oder Fan bei jedem Hördurchgang eines Albums ein neues Kleinod findet und sich immer wieder auf’s Neue ein anderer Song, von dem ausnahmslos jeder auf seine eigene Weise ins Ohr geht, als Favorit erweist, dann muss die Band wohl verdammt viel richtig gemacht haben! Chapeau, man darf jetzt schon relativ gefahrlos spekulieren, dass die Trilogie in ihrer Gesamtheit eine ganz große Nummer wird. Der Grundstein dafür ist mehr als gelegt.

Tracklist: Atrocity - Okkult Cover

01. Pandaemonium
02. Death By Metal
03. March Of The Undying
04. Haunted By Demons
05. Murder Blood Assassination
06. Necromancy Divine
07. Satan’s Braut
08. Todesstimmen
09. Masaya (Boca Del Infierno)
10. When Empires Fall To Dust
11. Beyond Perpetual Ice
12. La Voisine


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